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Produktivitäts-Tipps

Sind Programme zur Arbeitszeiterfassung eine Bedrohung?

Worktivity-Team2 Min. Lesezeit

Titelbild zum Artikel Sind Programme zur Arbeitszeiterfassung eine Bedrohung?

Je stärker Unternehmen auf Technik setzen, desto häufiger kommen Programme zur Arbeitszeiterfassung und Überwachung zum Einsatz. Solche Programme helfen dabei, Mitarbeiter, Kunden und Projekte im Blick zu behalten. Manche Menschen befürchten allerdings, dass diese Programme eine Bedrohung für die Privatsphäre und für persönliche Daten sind. Dieser Beitrag geht den möglichen Risiken solcher Programme nach.

Eingriff in die Privatsphäre

Der erste Einwand gegen Programme zur Arbeitszeiterfassung betrifft die Privatsphäre. Manchen Mitarbeitern ist der Gedanke unangenehm, während des gesamten Arbeitstages beobachtet zu werden. Arbeitgeber können anführen, dass die Programme nur zeigen sollen, ob die Arbeit effizient und ordentlich läuft; für einen Teil der Belegschaft bleibt es trotzdem ein Eingriff in die Privatsphäre.

Hinzu kommt, dass manche dieser Programme auch außerhalb der Arbeitszeit Daten erfassen, etwa den Standort oder die Internetnutzung. Damit stellt sich die Frage, wofür diese Daten verwendet werden und wer Zugriff darauf hat.

Sicherheitsrisiken

Ein zweites Risiko liegt in der Sicherheit. Diese Programme sammeln sensible Daten: persönliche Angaben zu Mitarbeitern, Kundendaten, Einzelheiten zu Projekten. Geraten diese Informationen in die falschen Hände, lassen sie sich missbrauchen, etwa für Identitätsdiebstahl oder Cyberangriffe.

Unternehmen sollten deshalb sicherstellen, dass ihre Programme sicher sind und dass Daten sicher gespeichert und übertragen werden. Dazu gehören Verschlüsselung, Zwei-Faktor-Authentifizierung und regelmäßige Sicherungen.

Erschöpfung der Mitarbeiter

Programme zur Arbeitszeiterfassung können außerdem zu Erschöpfung führen. Wer sich ständig beobachtet fühlt, baut Stress und Anspannung auf. Das kann die Produktivität senken und bis zur Kündigung führen.

Arbeitgeber sollten berücksichtigen, wie sich solche Programme auf die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter auswirken. Sie sollten offen erklären, wie das Programm eingesetzt wird und warum es eingeführt wurde.

Ungleiche Behandlung

Schließlich können solche Programme zu ungerechter Behandlung führen. Wird beispielsweise die Internetnutzung überwacht, kann das dazu führen, dass Mitarbeiter für den Besuch privater Webseiten belangt werden, obwohl sie nur eine kurze Pause gemacht haben.

Arbeitgeber sollten darauf achten, dass ein solches Programm fair und für alle nach denselben Maßstäben eingesetzt wird. Und sie sollten klar sagen, wie es genutzt wird und welches Verhalten erwartet wird.

Fazit

Programme zur Arbeitszeiterfassung können für ein Unternehmen nützlich sein, sie bringen aber auch Risiken mit sich. Arbeitgeber sollten diese Risiken im Blick behalten und dafür sorgen, dass die Programme sicher und fair eingesetzt werden. Dazu gehören offene Kommunikation mit den Mitarbeitern, die Absicherung der Programme und ein Bewusstsein dafür, was die Überwachung mit den Menschen macht. Wer die Risiken früh erkennt und ihnen begegnet, für den wird Mitarbeiter-Monitoring zu einem nützlichen Werkzeug statt zu einer Belastung.

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