Wie installiere und aktualisiere ich den Agenten unter Linux?
Das passende .deb- oder .rpm-Paket, warum das ./ im Installationsbefehl Pflicht ist und wie spätere Versionen über den Paketmanager nachkommen.
- Linux
Das passende .deb- oder .rpm-Paket, warum das ./ im Installationsbefehl Pflicht ist und wie spätere Versionen über den Paketmanager nachkommen.
Welches Paket brauche ich?
Es gibt vier Dateien: zwei Paketformate, jeweils für zwei Prozessorarchitekturen.
- .deb für Debian, Ubuntu und die darauf aufbauenden Distributionen.
- .rpm für Fedora, RHEL und die darauf aufbauenden Distributionen. openSUSE ist ein Sonderfall, dazu weiter unten mehr.
Welche Architektur Ihr Rechner hat, beantwortet ein Befehl im Terminal:
uname -mAntwortet er x86_64, nehmen Sie das amd64-Paket (.deb) beziehungsweise das x86_64-Paket (.rpm). Antwortet er aarch64, nehmen Sie arm64 (.deb) beziehungsweise aarch64 (.rpm). Die Dateien heißen so:
worktivity-<Version>-amd64.deb
worktivity-<Version>-arm64.deb
worktivity-<Version>-x86_64.rpm
worktivity-<Version>-aarch64.rpm<Version> steht für die Nummer der jeweils aktuellen Veröffentlichung, und die ist Teil des Dateinamens. Tippen Sie in den Befehlen unten immer den vollständigen Namen der Datei, die Sie tatsächlich heruntergeladen haben. In der Shell genügen die ersten Zeichen und dann die Tab-Taste, die den Rest ergänzt.
Herunterladen
Alle vier Pakete liegen auf der Download-Seite. Der Browser legt die Datei üblicherweise in Ihrem Downloads-Ordner ab, unter genau dem Namen aus der Liste oben. Wechseln Sie im Terminal dorthin, bevor Sie weitermachen:
cd ~/DownloadsInstallieren
Debian, Ubuntu
Zuerst die Paketlisten auffrischen. Ist der Index veraltet, findet apt die Bibliotheken nicht, die der Agent voraussetzt, und bricht die Installation ab.
sudo apt update
sudo apt install ./worktivity-<Version>-amd64.debFedora, RHEL
sudo dnf install ./worktivity-<Version>-x86_64.rpmDas ./ am Anfang gehört dazu
Es ist keine Schreibgewohnheit, sondern der Unterschied zwischen Erfolg und Fehlermeldung. apt hält ein Argument ohne Schrägstrich für einen Paketnamen und sucht danach in den eingerichteten Quellen. Ein Paket mit dem Namen Ihrer Datei gibt es dort nicht, also endet der Befehl im Nichts, obwohl die Datei direkt vor Ihnen im Ordner liegt. Mit ./ davor ist unmissverständlich ein Pfad gemeint. Schreiben Sie es in beiden Befehlen, falsch ist es in keinem Fall.
Warum apt und dnf, und nicht dpkg -i oder rpm -i
Beide Befehle gibt es, und beide hinterlassen hier eine halbe Installation. dpkg und rpm installieren genau die Datei, die Sie ihnen geben, und lösen keine Abhängigkeiten auf.
- Fehlt eine benötigte Bibliothek, lässt
dpkg -idas Paket halb konfiguriert zurück. Sie müssen dann zusätzlichsudo apt --fix-broken installausführen, um die Sache zu Ende zu bringen. - Das .deb-Paket empfiehlt zwei weitere Pakete:
libsecret-toolsundxdg-desktop-portal. apt installiert Empfehlungen standardmäßig mit, dpkg nicht. Ohne libsecret-tools legt der Agent seinen Zugangsschlüssel nicht im Schlüsselbund ab, sondern in einer Datei mit den Rechten 0600, und sagt Ihnen das am Bildschirm.
apt und dnf holen die fehlenden Teile von selbst. Deshalb stehen in dieser Anleitung apt install und dnf install.
Der erste Start
Die Installation startet nichts. Das Paket richtet keinen Dienst ein und trägt sich nirgends in den Autostart ein, denn das ist Ihre Entscheidung und nicht die des Pakets.
- Öffnen Sie Worktivity aus dem Anwendungsmenü. Im Terminal geht es ebenso:
worktivity-agent. - Melden Sie sich mit Ihrer E-Mail-Adresse und Ihrem Passwort an, denselben Zugangsdaten wie in der Web-App.
- Erst wenn Sie den Autostart in den Einstellungen einschalten, legt der Agent dafür einen Eintrag in Ihrem Benutzerverzeichnis an.
Auf einer GNOME-Wayland-Sitzung braucht die Anwendungserfassung zusätzlich die GNOME-Shell-Erweiterung Worktivity Window Tracker. Sie liegt bereits im Paket. Der Agent zeigt eine Schaltfläche, mit der Sie sie einschalten, und danach melden Sie sich einmal ab und wieder an, weil GNOME Shell seine Erweiterungen nur beim Start einliest. Ohne die Erweiterung erfasst der Agent weiterhin Zeit, Websites und Aktivität, nur die Anwendungserfassung bleibt aus, und er sagt das am Bildschirm.
Updates
Das Paket meldet Ihren Rechner bei der Worktivity-Paketquelle an. Für die nächste Version müssen Sie deshalb nichts erneut herunterladen: sie kommt über den Paketmanager wie jedes andere Update auf dem Rechner.
Debian, Ubuntu
sudo apt update
sudo apt upgradeAuf Ubuntu ist unattended-upgrades standardmäßig aktiv. Wo unbeaufsichtigte Updates laufen, kommt das Agenten-Update von allein, und eingeschaltet hat das nicht unser Paket: es trägt die Worktivity-Quelle lediglich in die Liste der erlaubten Herkünfte ein, in einer eigenen Datei: /etc/apt/apt.conf.d/51worktivity-unattended. Löschen Sie diese Datei, wenn Agenten-Updates ausschließlich von Hand kommen sollen.
Wollen Sie auf einer bestimmten Version bleiben, genügt es nicht, sie einmal zu installieren: der nächste unbeaufsichtigte Lauf sieht eine neuere und aktualisiert wieder. Halten Sie das Paket stattdessen fest.
sudo apt-mark hold worktivity-agentUnd wenn Updates wieder kommen sollen:
sudo apt-mark unhold worktivity-agentFedora, RHEL
sudo dnf upgrade worktivity-agentDie Quelle steht in /etc/yum.repos.d/worktivity.repo. Läuft auf dem Rechner bereits dnf-automatic, kommen die Agenten-Updates auch hier von allein; eingeschaltet wird dieser Dienst vom Paket nicht.
Sollen über diese Quelle keine Updates mehr kommen, setzen Sie in der Datei enabled=0. Löschen Sie die Datei nicht: rpm legt eine gelöschte Datei beim nächsten Upgrade wieder an, eine Änderung darin bleibt dagegen erhalten.
openSUSE
Der Grund liegt an der Ablage. Das Paket schreibt seine Update-Quelle ausschließlich nach /etc/yum.repos.d/worktivity.repo, und zypper liest dieses Verzeichnis nicht. Die Installation gelingt, spätere Versionen erreichen den Rechner jedoch nur, wenn Sie sie erneut von der Download-Seite holen und von Hand installieren.
sudo zypper install ./worktivity-<Version>-x86_64.rpmDeinstallieren
sudo apt remove worktivity-agentsudo dnf remove worktivity-agentWas danach noch auf dem Rechner liegt:
- Ihre eigenen Dateien im Benutzerverzeichnis:
~/.config/worktivityfür die Einstellungen,~/.local/share/worktivityfür die Warteschlange mit den noch nicht gesendeten Datensätzen und~/.local/state/worktivity. An das Benutzerverzeichnis rührt kein Paketmanager. Löschen Sie diese Ordner erst, wenn der Agent zuletzt online war und die Warteschlange leer ist, sonst verlieren Sie erfasste Zeit. - Ein Autostart-Eintrag, falls Sie ihn eingeschaltet hatten:
~/.config/autostart/worktivity-agent.desktop. Schalten Sie den Autostart am besten vor der Deinstallation in der App aus, oder löschen Sie die Datei danach. - Auf Debian und Ubuntu bleibt die Paketquelle eingetragen, denn
apt removebehält Konfigurationsdateien.sudo apt purge worktivity-agententfernt auch sie. - Auf Fedora und RHEL verschwindet die Quellendatei zusammen mit dem Paket. Der importierte Signaturschlüssel bleibt in der RPM-Datenbank stehen.
An Ihrem Konto und an den bereits gesendeten Datensätzen ändert eine Deinstallation nichts. Ihre Stunden bleiben in der Web-App sichtbar.
Welche App auf welchen Rechner gehört, steht im Vergleich der Desktop-Apps. Was mit den erfassten Minuten passiert, während der Rechner keine Verbindung hat, steht in was passiert, wenn der Rechner offline geht.
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